4. Dezember 2018

Ambulante Gesundheitsversorgung von Menschen ohne Krankenversicherung

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Das Gesundheitsamt Bremen hat im Jahr 2009 die Humanitäre Sprechstunde eingeführt, in der Menschen gesundheitlich versorgt werden, die ohne Krankenversicherungsschutz in Bremen leben. Diese ambulante Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Krankenversicherung weist jedoch noch Lücken auf, dies wurde bei der temporären Schließung der Humanitären Sprechstunde des Gesundheitsamtes Bremen Mitte 2017 deutlich.

Die Zahl der Menschen, die in Bremen ohne Aufenthaltspapiere oder Krankenversicherung leben, wird auf mehrere Tausend geschätzt. Sie sind auf die Humanitäre Sprechstunde angewiesen, da sie sonst keinerlei Gesundheitsversorgung haben. Unter den Patientinnen/Patienten sind viele Schwangere, Menschen mit Akuterkrankungen, aber auch solche, die verschreibungspflichtige Medikamente benötigen.

Die Wiedereröffnung und finanzielle Stärkung der Humanitären Sprechstunde waren notwendig und richtig, ob inzwischen alle Versorgungslücken (fachärztliche Behandlung, Vorsorgeuntersuchungen oder Laborleistungen) geschlossen werden konnten ist fraglich. Strukturelle Verbesserungen mit einem neuen Konzept wurden angekündigt, dies steht jedoch nach wie vor aus. Erstrebenswert wäre dabei die dauerhafte Absicherung des ambulanten Angebots der Humanitären Sprechstunde als Anlaufstelle für medizinische Eilfälle und die Einführung eines „anonymen Krankenscheins“, um den Zugang der Patient*innen zum Regelsystem zu verbessern.

Vor diesem Hintergrund hat DIE LINKE einen Fragenkatalog ausgearbeitet, den Sie hier einsehen können.